Sixt schiesst über das Ziel hinaus – Grenzen der Provokation im Fall Mollath

Dass wir die polarisierenden und auf der Grenze wandelnden SIXT-Motive nicht immer schlecht finden, dürfte regelmäßigen Lesern dieses Blogs noch präsent sein.

Nun legte der Autovermieter erneut ein aktuelles Motiv mit Talk-of-the-town-Potential vor.

Unter einem Foto von Gustl Mollath wirbt der Autovermieter mit dem vermeintlichen Zitat

„Wenn hier jemand verrückt ist, dann SIXT mit seinen Preisen“.
(Eine Bildeinbindung unterlassen wir aus Rücksicht auf Gustl Mollath )

Abgesehen von den zu erwartenden rechtlichen Konsequenzen – Der Anwalt von Mollath hat diese bereits angekündigt – erscheint uns dieses Motiv aus unterschiedlichen Perspektiven heraus problematisch:

Im Gegensatz zu den in der Regel (und häufig ungefragt) verwendeten Testimonials z.B. aus der Politik erreichte der auf dem aktuelle Motiv thematisierte Gustl Mollath seine Medienpräsenz nicht aufgrund seines Berufes oder seiner Position. Während Merkel und Co. Sich zumindest über öffentliche Präsenz freuen dürften (und dabei stets getreu dem Motto ‚es gibt keine schlechte PR‘ wenigstens wahrgenommen werden möchten), will Mollath vermutlich das genaue Gegenteil.

Während Politiker freiwillig eine Position anstreben, die in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, ist davon auszugehen, dass Herr Mollath dieses nicht zum Ziel hatte.

Er ist im Gegensatz sogar nur deshalb einer größeren Öffentlichkeit bekannt, weil seine Freiheit beschnitten wurde.

Nun wird aufgrund vielfältiger öffentlicher Reaktionen der Fall Mollath neu aufgerollt und die eingeschränkte Freiheit soll – so gut es geht – wiederhergestellt werden, da kommt SIXT daher.

Versetzt man sich in die Situation von Gustl Mollath fällt es nicht schwer, sich vorzustellen dass er gerade alles lieber möchte, als ungefragt die Werbefigur eines Autovermieters zu spielen.

Neben den ethisch-moralischen Bedenken dürfte im Gegensatz zu den anderen provokanteren Motiven auch die Wahrnehmung in der SIXT Zielgruppe eine andere sein.

Während Menschen dazu neigen, sich gegen abstrakte und übergeordnete Figuren zu solidarisieren (und so Scherze auf Kosten von hochrangigen Politikern oft breite Zustimmung  erhalten), greift sich der Autovermieter hier einen Underdog als Opfer.

Mollath kann – so die wahrscheinliche Meinung der meisten – sich kaum auf Augenhöhe wehren. Und so wird er sicherlich nicht nur in der Fachpresse oder bei publizistischen Größen wie Stefan Niggemeier als Opfer von Sixt wahrgenommen. Anders, als Merkel, von der Leyen und Kollegen.

Im Gegensatz zu den üblichen Kampagnen kann hier SIXT nicht die David-Rolle im Konflikt mit den Goliaths aus Weltpolitik und High-Society einnehmen, sondern positioniert sich eher selbst als Riese Goliath Sixt im Kampf gegen David Mollath.

Wem in diesem Konflikt die Sympathien gehören dürfte klar sein.

Wir meinen: Klar über das Ziel hinausgeschossen, SIXT.

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Sixt und die Politiker – Der Autovermieter hat wieder einmal schnell reagiert

Der Autovermieter Sixt ist nicht nur für sein Kerngeschäft der Autovermietung bekannt, sondern auch für seine kreativen Werbemotive, die uns gerne mal schmunzeln lassen.

Drei Sixt-Werbe-Motive mit Politikern

Schon einige Politiker wurden unfreiwillig zum Werbe-Testimonial von Sixt, Quelle: Sixt

Dazu nutzt Sixt nicht nur sein schlichtes aber immer wieder strikt eingehaltenes Corporate Design, welches schon einmal für eine schnelle und einfache  Markenzuordnung sorgt. Gerne bedient sich die Marke an dem ein oder anderen Politiker und dessen – wie sage ich es am besten – Eskapaden.

Ursula von der Leyen, Gerwald Claus-Brunne und nicht zuletzt Ulla Schmidt, die mit ihrem Dienstwagen in den Urlaub fuhr und dessen Schlagzeile und Publicity sich Sixt nicht durch die Lappen gehen ließ, wurden schon zum unfreiwilligen Testimonial von Sixt.

Auch unsere Kanzlerin wurde schon früh zum Werbemotiv von Sixt und kann heute ein wahrscheinlich ebenso unfreiwilliges Comeback feiern:

Online-Banner von Sixt mit Angela Merkel

Aktuelles Online-Banner von Sixt mit Angela Merkel (Quelle: wuv.de)

Denn Sixt beweist einmal mehr ein Gespür für Schlagzeilen und Schnelligkeit: Gestern erst sagte Kanzlerin Merkel den jetzt schon jetzt legendären Satz: „Das Internet ist für uns alle Neuland“ und prompt reagiert Sixt mit einem Anzeigen-Motiv (siehe Bild) mit der Headline „Für alle, die #Neuland entdecken wollen“ mit einem Bild der Kanzlering vor einem schicken SUV.

Kurz und Gut – so präsentiert sich das gelungenes Motiv von Sixt, welches sicherlich – wieder einmal – für viel Aufmerksamkeit in den online und offline Medien sogen wird.

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Warum Marktforschung in Entscheidungsprozesse eingebunden sein muss

Bei marktforschung.de ist gerade ein Artikel erschienen, den ich gern weiterempfehlen und kurz kommentieren möchte. Der Artikel „Der Marktforscher im Projekt. Daten erhoben und jetzt!?“ beschäftigt sich damit, dass die Marktforschung oft für sich allein arbeitet, anstatt dass Ergebnisse und beteiligte Marktforscher direkt in die untersuchten Prozesse eingebunden werden.

Dies ist auch für uns als externe Dienstleister und Werbewirkungsforscher ein sehr wichtiges Thema. Die besten und erfolgreichsten Projekte konnten wir mit unseren Kunden immer dann verwirklichen, wenn wir rechtzeitig ein passendes Testdesign abgestimmt und im Nachgang Ergebnisse und Empfehlungen gemeinsam diskutiert haben. Denn so ein Test beinhaltet weit mehr als nur die Lieferung von Zahlen. Je mehr wir im Vorfeld verstehen, welche Ziele Kampagne und Test aus Kundensicht haben, desto passgenauer wird das Testdesign und somit die Antworten, die generiert werden. Und je näher wir nach Vorlage der Ergebnisse gemeinsam in die Interpretation gehen, desto größer der Mehrwert für die Optimierung Ihrer Kampagne.

In diesem Sinne: Sprechen Sie uns gern an, um den optimalen Testzeitpunkt für Ihre Kampagne zu finden und nutzen Sie unsere volle Leistungsfähigkeit während des gesamten Projekts. Wir freuen uns darüber.

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Shazam als sinnvolle Alternative zum QR-Code KANN funktionieren

QR-Codes in der Werbung werden immer beliebter – werden aber auch gerne mal als unnütz kritisiert. Ja, darüber lässt sich streiten, aber ich denke, es gibt durchaus sinnvolle Gelegenheiten QR-Codes zu integrieren, Medien miteinander zu verknüpfen und im Optimalfall sofort Umsatz zu generieren. Ein positives Beispiel QR-Codes sinnvoll einzusetzen liefert nicht zuletzt die aktuelle Kampagne des Versandhauses Otto.

Es kommt dabei aber natürlich immer auf das Werbemittel an. Immer und überall machen QR-Codes sicherlich keinen Sinn. Betrachten wir beispielsweise TV-Werbung:

Ich sitze zu Hause auf dem Sofa, schaue eine Vorabendserie und es kommt Werbung. Würde ich aufstehen zum Bildschirm gehen und einen kleinen schwarz-weißen QR-Code vom Bildschirm abscannen, um mehr Informationen zu erhalten – und das alles innerhalb der 30 Sekunden eines klassischen TV-Spots? Sicherlich nicht!

Hier braucht es eine Alternative zum QR-Code, die sich für das Medium TV eignet, denn auch hier lohnt es sich die Medien miteinander zu verknüpfe und über das Internet eine Aktivierung und ggf.  direkte Handlungen auszulösen. Gerade vor dem Hintergrund, dass immer mehr TV-Zuschauer nicht mehr NUR Fernsehen, sondern häufig zeitgleich weitere Medien nutzen: In einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom gaben 77 Prozent der Befragten an, parallel zum Fernsehen online zu gehen. Laut einer Online-Studie von ARD und ZDF nutzen User ihre Laptops, Tablets oder Smartphones nicht als Alternative zum Fernseher, sondern als so genannten „Second Screen“, um gleichzeitig mehrere Inhalte zu konsumieren.

Shazam-Einblendung am unteren Bildrand

Shazam-Einblendung am unteren Bildrand

Die Alternative für’s TV heißt Shazam. Ursprünglich dazu gedacht Musiktitel  zu identifizieren, tritt es immer häufiger im Fernsehen in Erscheinung. Über das Mikrofon des Tablets oder des Smartphones werden Tonfolgen erkannt und passend dazu Links zu weiteren Inhalten angezeigt.

Ein durchaus positives Beispiel für eine Shazam-Integration in TV-Spots liefert beispielsweise Toyota. Im aktuellen TV-Spot für den Toyota Verso „Mein Papa ist mein Held“ bietet Toyota dem Betrachter an über Shazam „mehr zu erfahren“.

Toyota bietet über Shazam viele weitere Informationen und Möglichkeiten

Toyota bietet über Shazam viele weitere Informationen und Möglichkeiten

Tagge ich den Spot, erhalte ich ein Menü mit verschiedenen Alternativen. Die erste davon ist vielleicht etwas fragwürdig: „TV Spot ansehen“. Na, daher komme ich ja gerade… Darüber hinaus gibt es aber auch durchaus sinnvollere Links wie weitere Informationen zum Toyota Verso (führt zur mobile Seite des Modells), einen Händler-Suche oder die Möglichkeit einen Termin für eine  Probefahrt zu vereinbaren. Eine rundum gelungene Form der crossmedialen Aktivierung von Werbekontakten.

Ein weiteres Beispiel für eine Shazam -Integration in  TV-Spots liefert ein anderer Automobilhersteller: Auch im TV-Spot des neuen Audi A1 admire finden wir unten am Bildschirmrand das Shazam-Logo. Und auch hier habe ich mein Smartphone gezückt…

Nach zwei Fehlschlägen „Wir konnten keine Treffer finden“ nennt mir Shazam den Song, der im Spot zu hören ist und bietet mir an, diesen auf amazon.de downzuloaden – von Audi oder dem neuen A1 ist keine Rede.

Shazam-Ergebnisse im Vergleich: Das Ergebnis bei Toyota (links) und Audi (rechts)

Audi liefert – im Gegenastz zu Toyota – leider nur ein klassisches Beispiel dafür, dass es nicht immer sinnvoll ist eine neue Spielerei unüberlegt einzusetzen.

Shazam bietet interessante Möglichkeiten TV-Spots „zu verlängern“, den Betrachter in ein anderes, interaktiveres Medium zu überführen und hier weiter Aktionen auszulösen. Dazu muss aber vorher überlegt werden, was demjenigen angeboten wird, der sich die Mühe macht, sein Smartphone zu zücken und den Spot zu taggen. Geschiet dies nicht,  bleibt das Shazam-Logo nur ein störendes Element im TV-Spot, welches die Aufmerksamkeit von Produkt und Marke ablenkt.

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QR Codes auf Outdoor-Werbung – Sinnvoll integriert

Ich bin trotz großem Technik-Optimismus und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem was QR-Codes angeht meist eher skeptisch.

Das kann gut und praktisch sein, aber wichtig ist eben auch: Wozu setzt man als Werbetreibender den QR-Code ein? Ist es überhaupt Zielführend diesen in den Auftritt zu integrieren?

Zunächst muss es dem Werbemittel gelingen, die Zielgruppe überhaupt zu motivieren, den QR-Code auch zu scannen. Aber damit ist es noch nicht getan. Das mit dem QR-Code verknüpfte Ziel ist äußerst entscheidend für den Erfolg der Kampagne und den Nutzen der QR-Codes an sich. Leider werden die Nutzer jedoch oft einfach auf die Website des Werbetreibenden geführt. Mit etwas Glück dient dann immerhin eine Mobile-Site als Landing-Page. Wichtig und sinnvoll, da wir hier schließlich von einem Kommunikationstool reden, das ja gerade auf die mobile Nutzung setzt.

Die Frage bleibt jedoch, was damit gewonnen ist, wenn der Plakat- oder Anzeigen-Rezipient die Website besucht.
In den meisten Fällen erwarten wir, dass dieser Besuch kaum messbare Effekte in der Zielgruppe erreichen kann. Zumal die User in der Regel bei Interesse auch ohne QR-Code in der Lage sind, die jeweils relevante Website zu finden. Oftmals ist der QR-Code also scheinbar eher „nice to have“ als wesentlich für die Kommunikation. Nimmt aber Fläche auf dem Plakat und Aufmerksamkeit der Zielgruppe in Anspruch.

Eine Verknüpfung des QR-Codes mit dem eigentlichen Kampagnen-Ziel kann – vor allem im Einzelhandel – dagegen durch Werbemittel ausgelöste Impulse im Optimalfall abfangen und direkt in Handlungen konvertieren.

Der Otto-Versand macht gerade sehr geschickt vor, wie das gehen kann und wie man QR Codes optimal in Outdoor Plakate integrieren kann.

Einfach mal in die Situation versetzen: Sie stehen am Bahnhof, warten auf Ihre S-Bahn und erblicken das City-Light-Motiv…

Na klar, Fashion –  und in diesem Fall wohl auch die nette Spinne – ziehen die Blicke gut auf sich.

Es  mag vielleicht diskutiert werden, welche Frau bei dem Anblick der Spinne noch bis zum Schuh und im Anschluss dazu zum QR-Code vordringen mag. Aber am Bahnsteig hat man ja zumeist ein wenig Zeit. Und so werden sich die Blicke von der Spinne lösen und zum Schuh vordringen.

Die Schuhe gefallen?

Sehr gut!

Der Preis auch?

Perfekt!

Schnell den QR-Code scannen, direkt in Ottos Mobile-Shop auf der Produktseite landen und die Schuhe in den Warenkorb legen.

Der Kauf ist mit wenigen Klicks erledigt, die Bestellung bald auf dem Weg zu Ihnen.

Kürzer kann der Weg vom Werbemittel zum Umsatz kaum sein.

Und wenn die Schuhe doch nichts für Sie sind, steht das nächste Motiv, oder in desem Fall das nächste Produkt, nur wenige Meter weiter. Vielleicht gefällt Ihnen ja der Bikini  besser als die Sandalen.

Fast schon ein Versandhauskatalog zum hindurch schlendern.

Otto macht das äußerst geschickt und denkt dazu offenbar auch weiter: Bei den Großflächen an Hauptstraßen wurde auf den QR-Code verzichtet. Hier werden die meisten Personen kaum dazu kommen, sich in Ruhe mit dem Plakat zu befassen oder gar einen QR Code zu scannen – während der Wartezeit am Bahnsteig dagegen sicherlich.

QR-Codes können also durchaus auch bei Outdoor-Motiven eine gute Idee sein. Voraussetzung ist allerdings immer auch den nächsten Schritt der Zielgruppe im Hinterkopf zu haben.

Wenn relevante Informationen zu einem Angebot vermittelt werden könne, oder gar direkt in den Online-Shop weitergeleitet werden kann – prima, nutzen Sie QR-Codes! Wenn für den User jedoch am Ende der Besuch einer reinen Unternehmens-Website optimiert für Desktop-PCs herausspringt… Gibt es wahrscheinlich bessere Optionen, die immer knappe Fläche auf Ihren Kommunikationsmitteln zu belegen.

Nicht vergessen: QR-Codes können leicht von wichtigen Kommunikationszielen ablenken. Jedes Element ohne erkennbaren Nutzen sollte zumindest thematisiert werden, bevor eine Kampagne live geht.

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Die Schlacht um Talente – Internal Employer Branding

Wie die Wahrnehmung eines Unternehmens nach außen und nach innen beschaffen ist, spielt im Kontext der demografischen Situation Deutschlands eine maßgebliche Rolle, denn längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass junge Talente einfach an die Türe klopfen. In Zeiten des demografischen Wandels, in denen Befürchtungen um zukünftige Personalengpässe immer akuter werden, ist es für viele Unternehmen von enormer Bedeutung potenziellen Bewerbern einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten, um in der Schlacht um Talente auf dem Arbeitsmarkt nicht auf der Strecke zu bleiben. Ein Stichwort das in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren immer häufiger fällt ist das „Employer Branding“.

Der Mitarbeiter als Markenträger

In einer aktuellen Studie der Kommunikationsagentur Kienbaum-Communications, wurden 140 Unternehmen in einer Online-Umfrage zum Thema Internal Employer Branding befragt. Wie die Studie zeigt, ist den Unternehmen die Bedeutung dieses Themas mittlerweile zwar bewusst, jedoch bleiben viele Potenziale noch ungenutzt. So haben rund 80% der befragten Firmen bereits eine Strategie zum Employer Branding entwickelt, die vollständige Implementierung bleibt jedoch auf der Strecke.

Laut Kienbaum-Communications stellt der einzelne Mitarbeiter den wichtigsten Repräsentanten der firmeneigenen Markenbotschaft dar. Dieser trägt die Firmenmessage sowohl nach außen, und dient damit der öffentlichen Wahrnehmung der Firma, als auch intern weiter. Der Vorteil ist laut Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Kienbaum-Communications, dass Mitarbeiter, die Firmeninteressen somit auch zu ihren eigenen machen und mehr Engagement und Enthusiasmus an den Tag legen.

Doch gerade den kritischen Momenten im Arbeitsverhältnis kommt in den meisten Fällen zu wenig Aufmerksamkeit zu, besagt die Studie der Kommunikationsagentur. Nur knapp zwei Drittel der Befragten schreiben dem Onboarding Prozess, also dem Prozess der Integration eines neuen Mitarbeiters in das Unternehmen, einen hohen Stellenwert zu. Die Mitarbeiter der erfolgreichsten Firmen aus der Stichprobe weisen hier knapp 90% Top-Two Werte auf. Ein standardisiertes Onboarding ist von besonderer Bedeutung um dem neuen Mitarbeiter das Markenbild der Firma näher zu bringen, so Bethkenhagen.

Ziele des Employer Branding

94% der befragten Unternehmen geben an, Employer Brand Management sei ein Mittel um sich als Arbeitgeber attraktiver darzustellen. Der zweit wichtigste Effekt sei die Nachwuchssicherung (85%), gefolgt von der Arbeitgeberbekanntheit (78%) und dem Employer Brand Management als Instrument zur Mitarbeiterbindung. Diese Punkte sind angesichts des demografischen Wandels in Deutschland von besonderer Bedeutung für Arbeitgeber. Wie Die Zeit 2011 berichtete, fürchten bereits viele Top-Unternehmen Engpässe in den Personalbereichen Führungskräfte, Experten und Facharbeiter, wodurch der öffentlichen Wahrnehmung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber besondere Bedeutung zukommt. Eine gute Aufstellung zur Konkurrenz kann den Nachwuchs für das Unternehmen nachhaltig sichern. Nicht zuletzt ist es für die Unternehmen von hoher Priorität, Talente aus ihrem Personalstamm an das Unternehmen zu binden, sodass sie lange von deren Fähigkeiten und Erfahrung profitieren können. Um das Potenzial des Employer Branding voll auszuschöpfen und größtmögliche Effekte zu erzielen, so Bethkenhagen, sei es von enormer Bedeutung die Chefetagen der Unternehmen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Wie steht es um mein Unternehmen?

In einem Artikel aus dem Jahr 2011 gibt DIE ZEIT Tipps zum Employer Branding und den Lesern gleich eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien eines erfolgreichen und kompetitiven Arbeitgeberimages an die Hand. Folgende Fragen sollte man sich als Unternehmer stellen:

  • Wie viele Bewerbungen erhalten Sie pro Stellenausschreibung?
  • Wie ist die Passgenauigkeit der Bewerbungen?
  • Wie hoch sind Ihre Kosten um eine Stelle zu besetzen?
  • Wie lange benötigen Sie um einen geeigneten Kandidaten zu finden?
  • Wie lange benötigen Sie, um den neuen Mitarbeiter einzuarbeiten?
  • Sind die Mitarbeiter immer ausreichend kompetent?
  • Wie hoch sind Ihre Weiterbildungskosten?
  • Wie hoch ist die durchschnittliche Leistung Ihrer Mitarbeiter?
  • Wie hoch ist die Fluktuationsquote in Ihrem Unternehmen?
  • Und wie die Quoten bezüglich Krankheiten und Fehlzeiten?
  • Ermitteln Sie auch, wie die Arbeit der Personalabteilung von den jeweiligen Abteilungsleitern beurteilt wird.

Und noch ein Praxistipp der Autorin des Artikels und Expertin in Sachen Mitarbeiterführung: Befragen Sie Ihre Belegschaft, was Ihr Unternehmen besonders Interessant macht. Ihre Mitarbeiter wissen es am besten.

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Die Treppe – ein Ort für kreative Werbung

Wie auch schon in anderen Städten zuvor, lässt uns Ritter Sport nun auch am Hamburger Hauptbahnhof sehr kreativ das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Kurzerhand wurden die Treppenaufgänge vom Einheitsgrau befreit und vor uns türmen sich verführerische Schokoladentafeln in allen Sorten. Alle drei Stufen bekommt man quasi Lust auf eine neue Sorte und unser Hauptbahnhof wird so ein Stückchen bunter. Auffällig und witzig diese Aktion! Weiterlesen

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Augen auf Online-Werbung (Teil II): Werbe-Videos im WWW

Das Video Portal youtube.com testet in Deutschland derzeit ein neues Konzept für die Darstellung von Werbe-Spots. Dabei kann der Nutzer aus einer Palette verschiedener Spots genau den auswählen, den er am liebsten sehen möchte. Dadurch wird die Relevanz der gezeigten Werbung für den Rezipienten erhöht, was, so erhoffen sich zumindest die Initiatoren, positive Effekte auf die Werbewirkung hat. Dies könnte ein Schritt in die Richtung sein, neue innovative Werbeformen im World Wide Web einzusetzen, wie dies vor einigen Wochen in dem Artikel Augen auf Onlinewerbung Teil I angesprochen wurde. Die Möglichkeiten: Unter dem Namen TrueView liefert youtube.com dem Nutzer eine Auswahl aus drei verschiedenen Werbespots. Der User kann nun entscheiden welchen dieser Spots er sehen möchte oder aber er entscheidet sich gegen alle Vorschläge und lässt doch lieber Youtube entscheiden. Weiterlesen

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Ich liebe dich noch immer, Social Media!

Viele Unternehmen haben sich bereits auf die unterschiedlichen Social Media Plattformen gewagt, in der Hoffnung damit neue und effektivere Wege in ihren Public Relations zu finden. Doch auch nach mittlerweile einigen Jahren Erfahrung tun sich die Meisten immer noch schwer diese Plattformen effektiv zu nutzen und haben Schwierigkeiten die Diskussionsdynamik abzuschätzen. Im Null-Komma-Nix gerät der Kommentaraustausch außer Kontrolle und ein Shitstorm bricht los. Das Social Media Team der Deutschen Bahn konnte sich Mitte Januar allerdings profilieren. Äußerst geschickt reagierten sie auf eine Beschwerde via Facebook und meisterten damit die Sozialen Kommunikation zwischen Firma und Kunde vorbildlich. Weiterlesen

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Augen auf Onlinewerbung (Teil I): Bannerblindness als psychologisches Phänomen

Superbanner im Format 728x90 PixelKennen Sie das auch: Sie surfen im Netz, browsen durch die Suchergebnisse auf Google und mit jedem Klick blinken neue Banner auf. Man bemerkt zwar, dass irgendetwas am Rande der Websites die Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, aber meistens wehrt man sich doch gegen den Drang hinzusehen. Und wenn man doch kurz einen Blick darauf wirft, bleibt der Banner nicht allzu lange im Gedächtnis.

Dr. phil. Martin Sauerland und Prof. Dr. Jarek Krajewski veröffentlichten 2012 eine Studie zum Thema Bannerblindness, in der die Autoren versuchen das Phänomen aus psychologischer Sicht zu beleuchten. Ihre Fragestellung bezieht sich darauf, aus welchen Gründen und auf welche Weise Rezipienten Bannerwerbungen im Netz ausblenden. Weiterlesen

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Eine Anzeige ist eine Anzeige ist eine Anzeige – und kein Plakat

Jeden Morgen komme ich an einer sehr großen Werbefläche vorbei. Schon auf dem Weg zur S-Bahn kann ich sie sehen und vom S-Bahn-Gleis aus dann noch einmal genauer betrachten.

Dort  hab ich so schon die verschiedensten XXL-Plakate bewundern dürfen und muss zugeben, dass ich viele wirklich gut fand. Aber aktuell hängt dort ein XXL-Plakat, das mich stutzig macht. Wer hat das Plakat denn bitteschön freigegeben? Weiterlesen

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Über den Einfluss von TV-Spots auf die Bildung von Markenpräferenzen

Welche Automarke präferieren Sie? Oder anders gefragt: Welche Automarke kommt für Sie beim Kauf überhaupt nicht in Frage? Und welche Rolle spielt TV-Werbung beim Autokauf für Sie?

In einer Studie haben wir die Wirkung von 21 TV-Spots für Mittelklasse-Pkw untersucht und sind dabei u.a. der Frage nachgegangen, welche Veränderungen der  Markenpräferenz ein TV-Spot herbeiführen kann.

Dazu haben wir zunächst die aktuellen Markenpräferenzen der Teilnehmer abgefragt.  Wir wollten wissen: „Inwiefern kommen die folgenden Marken für Sie beim Kauf Ihres nächsten Autos in Frage?“  Im Ergebnis erhielten wir eine Rangfolge der begehrtesten Automarken. Weiterlesen

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Print wirkt wirklich, Web wirkt wenig

Bei MediaAnalyzer beschäftigen wir uns neben dem Test von Kampagnen selbstverständlich auch mit der Entwicklung der Medien, in denen die Kampagnen geschaltet werden. Dabei ist ein zentraler Trend der vergangenen Jahre bekanntlich die Bewegung von Print zu Online.

Nun stellt sich aus unserer Sicht dabei die Frage, was hinter diesem Trend steckt – sind es messbare Fakten oder handelt es sich eher um eine Mode?

Modeerscheinungen werden dadurch gekennzeichnet, dass einige Leute etwas persönlich für sehr angesagt halten, ihren Kunden darum erzählen, das müssten sie auch unbedingt machen, dabei aber keinen Gedanken daran verlieren, ob man so wirklich die Zielgruppe erreicht. Weiterlesen

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Wer wirbt für wen? – Sportler in der Werbung

Ob Banken-Werbung mit Dirk Nowitzki, Chips-Werbung mit Bastian Schweinsteiger oder Bier-Werbung mit den Klitschko Brüdern – jeder kennt sicherlich den ein oder anderen Werbespot, in dem ein Sportler seine Nase für ein Markenprodukt in die Kamera hält.

Seit gestern läuft im Fernsehen beispielsweise ein neuer Werbespot für MyDays. Darin sind die Speedkletterer Alexander und Thomas Huber (einst für Milchschnitte unterwegs) auf Geschenke-Mission und immer auf der Suche nach einem passenden und möglichst ausgefallenem Geschenk. Weiterlesen

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Red Bull auf Höhenflug

Das Kamerasystem des Stratos

Das Kamerasystem des Stratos (Quelle: RedBull Content Pool)

Vergangen Sonntag machte sich Felix Baumgartner daran, vom Rande des Weltalls auf die Erde herab zu springen. Mit nicht viel mehr als einem Schutzanzug und einem Fallschirm.

Was auf der einen Seite einen Weltrekord und eine beeindruckende Extremleistung darstellte, war auf der anderen Seite eines der größten Marketingprojekte überhaupt. Durchgeführt von einem der vielleicht geschicktesten Konzerne im Marketing-Business.

Red Bull sponsert Extremsport-Events aller Art, in der Hoffnung ihrem Produkt damit ein Grenzgänger-Image zu verleihen. Ob es sich um Motocross, Kunstflüge oder Eisrennen handelt, Red Bull ist überall dabei, wo es zur Sache geht. Und dieses Konzept geht auf!

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Einfach mal glücklich sein – am leichtesten geht das in Hamburg

Glücksatlas 2012, Quelle: Deutsche Post

Glücksatlas 2012, Quelle: Deutsche Post

Laut dem neuen Glücksatlas der Deutschen Post sind wir Hamburger bundesweit am glücklichsten. Das liest sich natürlich prima, gerade als Hamburger. Offenbar ist „unsere“ Stadt lebenswert.

Für Marktforscher besonders interessant: Die Details.

So plakativ das Gesamtfazit zunächst ausfällt, so wichtig ist es für uns – nicht nur bei solchen Studien – eben auch darauf zu achten, was dahinter steckt. Und so fällt direkt ins Auge, dass Hamburg in den meisten Einzelkriterien die erhoben wurden, kaum unter den Top 3 landet. Weiterlesen

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Schwul ist cool…

…so heißt es in einem unlängst erschienenen Artikel auf Spiegel-Online.

Anzeige von General Motors

Anzeige von General Motors

Darin geht es konkret um eine aktuelle Anzeige von General Motors, in welcher sich ein Chevrolet bei Mom und Dad als Elektroauto outet.  Eine, wie ich (als Heterosexuelle)  finde, sehr gelungene und humorvolle Anzeige. Da ist es doch eigentlich fast schon schade, dass die Werbung bisher nur in vereinzelten Magazinen geschaltet wird. Sicher: Die kaufkräftige Zielgruppe Homosexueller soll gezielt angesprochen werden ohne dabei befürchten zu müssen, besonders konservativ denkende Heterosexuelle zu verschrecken. Aber ist dieses Risiko tatsächlich so hoch? Weiterlesen

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Der neue IKEA-Katalog: Print lebt – und wie!

Ja, ich bin IKEA-Kunde und mit mir deutschlandweit noch etwa 50 Millionen andere Menschen. In meiner Wohnung findet sich sicher in jedem Zimmer etwas aus dem schwedischen Möbelhaus. Im Schlafzimmer: das ist leicht, ein Pax-Schrank. Im Wohnzimmer: na klar, ein Billy Regal. Im Badezimmer: einen Hängeschrank. Und in der Küche: zwei Stühle und Schneidebretter und Kaffeetassen und eine Pfanne und Geschirrtücher und Kerzen und eine Vase und… ich könnte mal wieder neue Servietten gebrauchen – und natürlich Teelichter.

Ja, das IKEA-Phänomen kennt jeder: Wir kaufen Dinge, die wir eigentlich gar nicht kaufen wollten. Wir kennen das Phänomen und trotzdem können (oder wollen) wir uns dagegen nicht wehren. Und warum fahren wir zu IKEA – außer natürlich wenn wir Teelichter brauchen? Weiterlesen

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First is best – Warum wir präferieren, was wir zuerst gesehen haben

Wer kennt das nicht: man ist stundenlang auf der Suche nach einer neuen Klamotte oder klappert ein Restaurant nach dem nächsten ab und entscheidet sich am Ende doch für das, was einem zuerst über den Weg gelaufen ist.

Was wir aus unser täglichen Arbeit längst wissen: bekommt ein Proband mehrere Produkte, Anzeigen oder Mailings nacheinander zur Bewertung vorgelegt, bewertet er das zuerst gesehene meist am besten. Doch woran liegt das eigentlich? Wieso kehren wir unbewusst oft wieder zu dem zurück was wir uns zuerst angeschaut haben? Weiterlesen

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Verführerische Werbung – von der Werbelüge zur Fettleibigkeit?

Ich esse gern Süßigkeiten, Burger oder Cola. Dennoch ernähre ich mich bewusst und treibe gern und regelmäßig Sport. Dazu haben mich meine Eltern erzogen. Dennoch scheint die Werbung starken Einfluss auf die Ernährung zu haben. Fastfoodketten, Süßigkeiten- und Softdrinkhersteller werben fleißig und verführen die Konsumenten, vor allem Kinder. Fettleibigkeit wird ein immer größeres Problem, woran natürlich nicht nur die Werbung Schuld ist. Aber hier möchte in den USA die Politik und auch der Medienkonzern Disney ansetzen.

Jeder zweite New Yorker ist zu fett und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg plant deshalb das Verbot von überdimensionalen Softdrinkbechern. Schon bald könnte ein Gesetz dafür sorgen, dass stark zuckerhaltige Getränke in der Gastronomie nur noch in Bechern verkauft werden dürfen, die weniger als einen halben Liter fassen. Bei großem Durst müssten die New Yorker folglich zweimal gehen – was im günstigsten Fall Weiterlesen

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