Wer kennt das nicht: man ist stundenlang auf der Suche nach einer neuen Klamotte oder klappert ein Restaurant nach dem nächsten ab und entscheidet sich am Ende doch für das, was einem zuerst über den Weg gelaufen ist.
Was wir aus unser täglichen Arbeit längst wissen: bekommt ein Proband mehrere Produkte, Anzeigen oder Mailings nacheinander zur Bewertung vorgelegt, bewertet er das zuerst gesehene meist am besten. Doch woran liegt das eigentlich? Wieso kehren wir unbewusst oft wieder zu dem zurück was wir uns zuerst angeschaut haben?
Ein Forscherteam von der University of California hat jetzt herausgefunden, dass es evolutionäre Gründe für die Präferenz des Ersten geben könnte. Dies gilt vor allem dann, wenn wir uns schnell entscheiden müssen.
Die Forscher vermuten, dass wir das, was wir zuerst sehen, mit Sicherheit verbinden (z.B. die Mutter, die Herkunftsfamilie). Aber auch gewisse verinnerlichte Alphatier-Mechanismen scheinen eine Rolle zu spielen. So ist bei diversen, in Rudeln organisierten Tieren zu beobachten, dass es ein starkes Alphatier gibt, das zuerst die Beute verspeisen darf. Im übertragenen Sinn erscheint uns das Erste oder zuerst in den Blickwinkel tretende gewissermaßen höherrangig und damit wertvoller.
Und was bedeuten diese Erkenntnisse für uns?
Ein Plädoyer für monadische Testansätze, rotierende Antwortmöglichkeiten bei Itembatterien und die Herausforderung für die Werbetreibenden, mit jeder Anzeige dem Betrachter ein Premierengefühl zu vermitteln.
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