MediaAnalyzer Blog
5Nov/13Off

Die Gedanken sind frei – wie frei ist die Werbung?

Susanne Krämer

Werbung, die provoziert und die Gemüter erhitzt, begegnet uns in regelmäßigen Abständen. Sei es die Sixt-Kampagne, die Gustl Mollath für ihre Zwecke missbrauchte, oder Hornbach, die mit ihrem „Stahl-Hammer“ bei vielen unliebsame Assoziationen auslöste.

Wie frei ist die Werbebranche eigentlich noch, wie weit darf sie gehen, ohne reglementiert und zurechtgestutzt zu werden? Das aktuelle Verbot von Marlboros "Maybe"-Kampagne und die sich anschließende Klage des Konzerns, lässt die Debatte um die Einschränkung der Werbefreiheit neu entbrennen.

Der bereits seit drei Jahren laufenden Kampagne des Philipp-Morris Konzerns wurde durch das Landratsamt München ein jähes Ende gesetzt. Das Argument der Behörden lautet: die Kampagne mache aus einem Zauderer, einem "Maybe", einen Macher und verleite vor allem Jugendliche zum Rauchen.

Ein sehr guter und unterstützenswerter Ansatz soweit.

Doch geht es den Behörden hier wirklich um den Jugendschutz? Oder steckt nicht vielmehr der Wunsch nach einem generellen Verbot der Tabakwerbung dahinter? Schließlich bemüht sich das Verbraucherschutzministerium seit Jahren darum, ein generelles Verbot der Werbung für Tabakprodukte in der „Nationalen Strategie zur Sucht- und Drogenpolitik“ zu verankern. Nicht ganz unkritisch, da es sich bei Tabak bekanntermaßen um ein legales Produkt handelt, an dem der Bund sich ein ganz ordentliches Taschengeld verdient.

Marlboro-Plakat der Kampagne "Don't be a Maybe"

Marlboro selbst gibt an, seine Kampagne halte sich an alle gesetzlichen Vorschriften. Mehr noch, man habe jedes einzelne Motiv durch die Wettbewerbszentrale prüfen lassen.

Werbeverbote und -Einschränkungen können fast jede Branche treffen. Besonders Fastfood, Limonaden und Lebensmittel generell laufen Gefahr von einem Werbeverbot der EU-Kommission eingeholt zu werden. Manch einer fordert gar ein Werbeverbot für Barbie-Puppen, da sie zum Schlankheitswahn verleiten.

Doch wie sinnvoll und vor allem nötig sind Werbeverbote in unserer heutigen Zeit noch? Meldet sich der Verbraucher nicht von allein wenn die Grenzen des guten Geschmacks überschritten sind? Oder ist es dann bereits zu spät und die Folgen für den Verbraucher unumkehrbar?

Fest steht, Verbraucher strafen „schwarze Schafe“ zunehmend ab, wie kürzlich im Fall von Barilla, dessen Chef durch homophobe Äußerungen die Öffentlichkeit verschreckte und bei zahlreichen Kunden einen Boykott der Nudeln auslöste.

Sollten Meinungs-, Medien- und Informationsfreiheit also uneingeschränkt für jede Werbung gelten, da sich die Verbraucher durch öffentlichkeitswirksame Shitstorms und Produktboykott selbst wehren können oder bedarf es an dieser Stelle einer genauen Reglementierung?

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20Feb/13Off

Ich liebe dich noch immer, Social Media!

Daniel-Jaeckel

Viele Unternehmen haben sich bereits auf die unterschiedlichen Social Media Plattformen gewagt, in der Hoffnung damit neue und effektivere Wege in ihren Public Relations zu finden. Doch auch nach mittlerweile einigen Jahren Erfahrung tun sich die Meisten immer noch schwer diese Plattformen effektiv zu nutzen und haben Schwierigkeiten die Diskussionsdynamik abzuschätzen. Im Null-Komma-Nix gerät der Kommentaraustausch außer Kontrolle und ein Shitstorm bricht los. Das Social Media Team der Deutschen Bahn konnte sich Mitte Januar allerdings profilieren. Äußerst geschickt reagierten sie auf eine Beschwerde via Facebook und meisterten damit die Sozialen Kommunikation zwischen Firma und Kunde vorbildlich.

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25Apr/12Off

Testimonials und die Tyrannei der Masse

Andreas Böttcher

Neulich im SPON-Forum gelesen:

Ganz offenbar ist Persönlichkeits-Werbung in Zeiten von Shitstorm und Tyrannei der Masse keine gute Idee.

Der SPON-Forist tao68 kommentierte damit einen Artikel über den Kundenfrust bei 1&1, der trotz (oder gerade wegen?) der Image-Kampagne mit "Mr. Kundenzufriedenheit" Marcell D'Avis scheinbar immer noch vorherrscht. Die Kampagne lief seit Ende 2009 und wurde immer mal wieder variiert.

Zwar hat sich die Service-Qualität von 1&1 gemäß der DSL-Kundenumfrage der Computerbild mittlerweile um mehr als eine Schulnote verbessert, das Image konnte davon jedoch nicht profitieren. Das Produkt ist also besser geworden, aber die Werbung kann

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13Jan/12Off

ING-DiBa im “Shitstorm” – Wurstwerbung macht Vegetarier wild

Tobias Priemuth

Zum neuen Jahr nimmt man sich meist etwas Gutes vor, ich z.B. möchte noch stärker auf Fleisch verzichten. Dies wird mir hoffentlich leicht fallen, da ich friedlich mit einer Vegetarierin zusammen lebe. Bei uns zu Hause gibt es kein Fleisch zu essen, was ich gut akzeptieren kann, dafür akzeptiert sie, dass mein Steak im Restaurant auch mal leicht blutig ist. Nicht ganz so friedlich verläuft die Diskussion zwischen Vegetariern/ Veganern und Fleischessern im Internet, was zunächst einmal nicht verwunderlich ist. Verwundert hat mich dann aber doch, dass diese Diskussion auf der ING-DiBa Facebook-Seite stattfindet.

Wie ist es dazu gekommen?

Es geht dabei um einen Werbespot der ING-DiBa mit

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