MediaAnalyzer Blog
18Aug/14Off

Verwirrende Produkteigenschaften

Verena Piaskowy

Produktvielfalt bedeutet Fluch und Segen zugleich. Während sich einzelne Marken gegen viele Wettbewerber durchsetzen müssen, befinden sich die Konsumenten im Shopping-Paradies. Umso wichtiger ist es für die Marke, sich – bzw. die dazugehörigen Produkte – gut im Gedächtnis des Konsumenten zu verankern.

Dazu trägt unter anderem eine klare Kommunikation der Produktvorteile bei. Diese muss sich durch alle Kommunikationskanäle ziehen, denn wir lernen unter anderem durch Wiederholung. Wenn wir abends beispielsweise einen TV-Spot sehen, uns morgens auf dem Weg zur Arbeit das dazugehörige Plakat begegnet und uns so sehr anspricht, dass wir danach auch noch Informationen zu dem Produkt im Internet suchen, dann wollen wir auch hier auf die uns bisher bekannten Informationen treffen. Denn diese waren ja der Anreiz, sich überhaupt mit dem Produkt zu befassen. Natürlich wollen wir zusätzliche Details in Erfahrung bringen. Im Optimalfall sind wir nach unserer Recherche so von dem Produktnutzen überzeugt, dass wir beim nächsten Einkauf zuschlagen.

Das klingt in der Theorie logisch, leider wird es in der Praxis aber nicht immer so umgesetzt. Als Beispiel dient hier die aktuelle Werbung für das Deodorant „Floral Protect“ von Fa. Das Deo verspricht zwar 48 Stunden Schutz, der Duft scheint jedoch nur 24 Stunden zu halten. Dies wird im Spot eingeblendet und teilweise auch gesagt.

Vielen Konsumenten fällt dieser zeitliche Unterschied vermutlich nicht auf. Wenn man für zusätzliche Informationen dann die Website besucht und dort liest, dass der Schutz bis zu 96 Stunden lang zuverlässig ist, wo auf dem Produkt selbst doch nur von 48 Stunden die Rede ist – dann ist die Verwirrung komplett.

Screenshot der Fa-Website

Screenshot der Fa-Website

Zwar sind Deodorants vermutlich häufig Spontankäufe, dennoch ist die Auswahl an verschiedenen Produkten so groß, dass eine nicht eindeutige Kommunikation der Produktvorteile dazu führen kann, dass sich der Kunde für ein anderes Produkt entscheidet.

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7Okt/13Off

Bekannte Wahrzeichen als Werbeplattform

Tobias Priemuth

An Name-Sponsoring für Sportarenen, Veranstaltungen oder Sportmannschaften haben wir uns bereits gewöhnt. Auch dass Denkmäler bei der Renovierung vom Sponsor eingehüllt werden ist keine Seltenheit mehr.

Da auch viele Städte mit leeren Kassen kämpfen, haben sie jetzt eine neue Geschäftsidee entwickelt und offerieren bekannte Wahrzeichen als Werbeplattform.

So hat Madrid die Metrostation am zentralen Platz Puerta del Sol im Herzen der spanischen Hauptstadt in "Vodafone-Sol" umbenannt. Drei Jahre lang darf Vodafone die Metrostation der hochverschuldeten Hauptstadt und die gesamte rote Linie 2 für seine Werbezwecke beanspruchen und zahlt dafür drei Millionen Euro. Für den Konzern lohnt sich das, da ca. 65.000 Menschen jeden Tag über die Puerta del Sol laufen. Zudem nutzen täglich 122.000 Fahrgäste die Vodafone-Linie.

Roms Hauptbahnhof Termini wirbt jetzt ebenfalls für Vodafone. Der U-Bahnhof Termini heißt nun "Termini Vodafone". Drei Monate lang soll Termini "testweise" den Namen tragen, danach wohl dauerhaft für eine Millionen Euro pro Jahr. Die U-Bahn-Stationen "Piazza di Spagna", „Barberini“ und "Fontana di Trevi" seien als Touristenmagnete wohl als Nächstes dran. Als mögliche Partner sind wohl Armani, Coca-Cola und Nike im Gespräch.

Marketingexperten sind jedoch eher skeptisch und vertreten den Standpunkt, dass Vodafone so bei niemandem positive Emotionen wecke. In Madrid gab es anfänglich Proteste und eine Gegenbewegung namens "Tapa la marca" (übersetzt: "deck die Marke zu"). Auf deren Internetseite stehen  Schablonen in verschiedenen Größen zum Download zur Verfügung, die genau der Größe des Vodafone-Logos entsprechen. Hiermit kann dann das Vodafone-Logo überklebt werden.

Allerdings wurde diese Methode auch schon für wohltätige Zwecke genutzt. Für 100.000 Euro musste sich Christoph Kolumbus in Barcelona das Nike-Trikot vom FC-Barcelona mit dem Sponsor Qatar Airways auf der Brust anziehen. Mit dem Geld sollen soziale Projekte in den umliegenden Wohnvierteln gefördert werden. Aber auch Nike wird hiermit einen kräftigen Werbeerfolg gefeiert haben.

Bleibt abzuwarten, ob sich diese Form des Name-Sponsorings durchsetzen wird und positive Auswirkungen für die Marken generieren kann.

Sponsoring Kolumbus

Barcelona: Name-Sponsoring am Denkmal Christoph Kolumbus

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18Okt/12Off

Red Bull auf Höhenflug

Daniel-Jaeckel

Das Kamerasystem des Stratos

Das Kamerasystem des Stratos (Quelle: RedBull Content Pool)

Vergangen Sonntag machte sich Felix Baumgartner daran, vom Rande des Weltalls auf die Erde herab zu springen. Mit nicht viel mehr als einem Schutzanzug und einem Fallschirm.

Was auf der einen Seite einen Weltrekord und eine beeindruckende Extremleistung darstellte, war auf der anderen Seite eines der größten Marketingprojekte überhaupt. Durchgeführt von einem der vielleicht geschicktesten Konzerne im Marketing-Business.

Red Bull sponsert Extremsport-Events aller Art, in der Hoffnung ihrem Produkt damit ein Grenzgänger-Image zu verleihen. Ob es sich um Motocross, Kunstflüge oder Eisrennen handelt, Red Bull ist überall dabei, wo es zur Sache geht. Und dieses Konzept geht auf!

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6Dez/11Off

Wie Testimonials wirken oder: Herr Kaiser und Der Kaiser…

Joachim Agüeras Netz

Egal ob der Kaiser Franz oder Herr Kaiser von der Hamburg Mannheimer - die Auswahl eines passenden, starken Testimonials oder Models für die Werbekampagne ist ein bedeutsamer Schritt, schließlich schafft man hiermit im besten Fall einen echten Markenbotschafter (und im schlechtesten Fall einen echten Kundenschreck).

Doch was macht ein gutes Testimonial aus? Muss es bekannt sein, ein A-Promi wie Beckenbauer oder Bohlen? Und wie wirken Darsteller, die selbst gar keine Promis sind, aber durch

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27Okt/11Off

Wie TV-Spots hohe Awareness schaffen und auf das Markenimage einzahlen.

Joachim Agüeras Netz

Wir bei MediaAnalyzer haben wirklich einen tollen Job. Wir sind ja in der glücklichen Situation, Werbung zu testen und unsere Kunden dabei zu unterstützen, aus guten Kampagnen-Ideen das Maximum für die Marke herauszuholen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, jene Variante zu finden, die die größte Wirkung in der Zielgruppe erzielt, die hohe Awareness schafft und möglichst langfristig auf das Markenimage einzahlt.

Manchmal hilft es dabei, sich von aktuellen Kampagnen zu lösen und auch mal einen Blick zurück zu wagen. Was sind z.B. die Werbespots, die uns nach vielen Jahren bis heute in Erinnerung geblieben sind? Was zeichnet sie aus? Gibt es vielleicht etwas,

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12Aug/11Off

BTL? BTL! Die unterschätzte Macht des Below the Line-Marketings

Joachim Agüeras Netz

Was denken Sie eigentlich über ATL und BTL? Nicht nur Marketing Manager wissen: Dabei handelt es sich weder um britische Telekommunikationsanbieter noch um indische Transportunternehmen. ATL - Above the Line und BTL - Below the Line sind der Versuch, Marketingmaßnahmen in zwei Bereiche einzuteilen. ATL ist dabei in erster Linie klassisches Marketing, also TV, Radio, Print, Outdoor und auch Web, BTL ist sozusagen "alles andere", also z.B. Direktmarketing, Promotionen & Sponsoring, Gewinnspiele, Produktproben, Product Placement, Virales Marketing & Guerilla-Marketing.

Die umstrittene Herkunft dieser Unterteilung (Budgetverteilung oder Kontaktintensität) soll uns dabei hier nicht weiter beschäftigen. Vielmehr sollen die Chancen betont werden, die sich ergeben, wenn man die typischen BTL-Elemente einer

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19Jul/11Off

Der positive Effekt von negativen Nachrichten

Susanne Krämer

Ob bei der Wirkung von Printanzeigen, Plakaten, Online- oder TV-Werbungdie Botschaft spielt immer eine entscheidende Rolle. Möglichst perfekt soll es sein, das beworbene Produkt, ohne Haken, ohne Macke und vor allem besser als andere. Ich möchte nichts Negatives hören, über das was ich kaufe. Sie vielleicht?

Forscher der Stanford und Tel Aviv Universität haben jetzt in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass Konsumenten ein Produkt eher kaufen, wenn es als nicht zu perfekt beworben wird. Erhalten Verbraucher minimale negative

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18Apr/11Off

Werbung an der Zielgruppe vorbei

Joachim Agüeras Netz

Wer ist eigentlich Ihre Zielgruppe? Meistens bekommt man auf diese Frage Antworten wie beispielsweise: "überwiegend weiblich, zwischen 25 und 49 Jahren, interessiert sich für XY". Diese Antwort ist naheliegend, denn mehr weiß man in der Regel gar nicht über die Menschen, für die man jedes Jahr Werbekampagnen im Wert von mehreren Millionen Euro kreiert.

Doch Moment mal. Wir bewegen uns in einem Geschäft, in dem jedes Jahr Millionen für Werbung ausgegeben werden, wissen aber eigentlich fast gar nichts

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