Warum Marktforschung in Entscheidungsprozesse eingebunden sein muss
Joachim Agüeras NetzBei marktforschung.de ist gerade ein Artikel erschienen, den ich gern weiterempfehlen und kurz kommentieren möchte. Der Artikel "Der Marktforscher im Projekt. Daten erhoben und jetzt!?" beschäftigt sich damit, dass die Marktforschung oft für sich allein arbeitet, anstatt dass Ergebnisse und beteiligte Marktforscher direkt in die untersuchten Prozesse eingebunden werden.
Dies ist auch für uns als externe Dienstleister und Werbewirkungsforscher ein sehr wichtiges Thema. Die besten und erfolgreichsten Projekte konnten wir mit unseren Kunden immer dann verwirklichen, wenn wir rechtzeitig ein passendes Testdesign abgestimmt und im Nachgang Ergebnisse und Empfehlungen gemeinsam diskutiert haben. Denn so ein Test beinhaltet weit mehr als nur die Lieferung von Zahlen. Je mehr wir im Vorfeld verstehen, welche Ziele Kampagne und Test aus Kundensicht haben, desto passgenauer wird das Testdesign und somit die Antworten, die generiert werden. Und je näher wir nach Vorlage der Ergebnisse gemeinsam in die Interpretation gehen, desto größer der Mehrwert für die Optimierung Ihrer Kampagne.
In diesem Sinne: Sprechen Sie uns gern an, um den optimalen Testzeitpunkt für Ihre Kampagne zu finden und nutzen Sie unsere volle Leistungsfähigkeit während des gesamten Projekts. Wir freuen uns darüber.
QR Codes auf Outdoor-Werbung – Sinnvoll integriert
Sebastian GrandtIch bin trotz großem Technik-Optimismus und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem was QR-Codes angeht meist eher skeptisch.
Das kann gut und praktisch sein, aber wichtig ist eben auch: Wozu setzt man als Werbetreibender den QR-Code ein? Ist es überhaupt Zielführend diesen in den Auftritt zu integrieren?
Zunächst muss es dem Werbemittel gelingen, die Zielgruppe überhaupt zu motivieren, den QR-Code auch zu scannen. Aber damit ist es noch nicht getan. Das mit dem QR-Code verknüpfte Ziel ist äußerst entscheidend für den Erfolg der Kampagne und den Nutzen der QR-Codes an sich. Leider werden die Nutzer jedoch oft einfach auf die Website des Werbetreibenden geführt. Mit etwas Glück dient dann immerhin eine Mobile-Site als Landing-Page. Wichtig und sinnvoll, da wir hier schließlich von einem Kommunikationstool reden, das ja gerade auf die mobile Nutzung setzt.
Die Frage bleibt jedoch, was damit gewonnen ist, wenn der Plakat- oder Anzeigen-Rezipient die Website besucht.
In den meisten Fällen erwarten wir, dass dieser Besuch kaum messbare Effekte in der Zielgruppe erreichen kann. Zumal die User in der Regel bei Interesse auch ohne QR-Code in der Lage sind, die jeweils relevante Website zu finden. Oftmals ist der QR-Code also scheinbar eher "nice to have" als wesentlich für die Kommunikation. Nimmt aber Fläche auf dem Plakat und Aufmerksamkeit der Zielgruppe in Anspruch.
Eine Verknüpfung des QR-Codes mit dem eigentlichen Kampagnen-Ziel kann - vor allem im Einzelhandel - dagegen durch Werbemittel ausgelöste Impulse im Optimalfall abfangen und direkt in Handlungen konvertieren.
Der Otto-Versand macht gerade sehr geschickt vor, wie das gehen kann und wie man QR Codes optimal in Outdoor Plakate integrieren kann.
Einfach mal in die Situation versetzen: Sie stehen am Bahnhof, warten auf Ihre S-Bahn und erblicken das City-Light-Motiv...
Na klar, Fashion - und in diesem Fall wohl auch die nette Spinne - ziehen die Blicke gut auf sich.
Es mag vielleicht diskutiert werden, welche Frau bei dem Anblick der Spinne noch bis zum Schuh und im Anschluss dazu zum QR-Code vordringen mag. Aber am Bahnsteig hat man ja zumeist ein wenig Zeit. Und so werden sich die Blicke von der Spinne lösen und zum Schuh vordringen.
Sehr gut!
Der Preis auch?
Perfekt!
Schnell den QR-Code scannen, direkt in Ottos Mobile-Shop auf der Produktseite landen und die Schuhe in den Warenkorb legen.
Der Kauf ist mit wenigen Klicks erledigt, die Bestellung bald auf dem Weg zu Ihnen.
Kürzer kann der Weg vom Werbemittel zum Umsatz kaum sein.
Und wenn die Schuhe doch nichts für Sie sind, steht das nächste Motiv, oder in desem Fall das nächste Produkt, nur wenige Meter weiter. Vielleicht gefällt Ihnen ja der Bikini besser als die Sandalen.
Fast schon ein Versandhauskatalog zum hindurch schlendern.
Otto macht das äußerst geschickt und denkt dazu offenbar auch weiter: Bei den Großflächen an Hauptstraßen wurde auf den QR-Code verzichtet. Hier werden die meisten Personen kaum dazu kommen, sich in Ruhe mit dem Plakat zu befassen oder gar einen QR Code zu scannen - während der Wartezeit am Bahnsteig dagegen sicherlich.
QR-Codes können also durchaus auch bei Outdoor-Motiven eine gute Idee sein. Voraussetzung ist allerdings immer auch den nächsten Schritt der Zielgruppe im Hinterkopf zu haben.
Wenn relevante Informationen zu einem Angebot vermittelt werden könne, oder gar direkt in den Online-Shop weitergeleitet werden kann - prima, nutzen Sie QR-Codes! Wenn für den User jedoch am Ende der Besuch einer reinen Unternehmens-Website optimiert für Desktop-PCs herausspringt... Gibt es wahrscheinlich bessere Optionen, die immer knappe Fläche auf Ihren Kommunikationsmitteln zu belegen.
Nicht vergessen: QR-Codes können leicht von wichtigen Kommunikationszielen ablenken. Jedes Element ohne erkennbaren Nutzen sollte zumindest thematisiert werden, bevor eine Kampagne live geht.
Die Treppe – ein Ort für kreative Werbung
Madlen Schäfer
Wie auch schon in anderen Städten zuvor, lässt uns Ritter Sport nun auch am Hamburger Hauptbahnhof sehr kreativ das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Kurzerhand wurden die Treppenaufgänge vom Einheitsgrau befreit und vor uns türmen sich verführerische Schokoladentafeln in allen Sorten. Alle drei Stufen bekommt man quasi Lust auf eine neue Sorte und unser Hauptbahnhof wird so ein Stückchen bunter. Auffällig und witzig diese Aktion!
Augen auf Online-Werbung (Teil II): Werbe-Videos im WWW
Daniel-JaeckelDas Video Portal youtube.com testet in Deutschland derzeit ein neues Konzept für die Darstellung von Werbe-Spots. Dabei kann der Nutzer aus einer Palette verschiedener Spots genau den auswählen, den er am liebsten sehen möchte. Dadurch wird die Relevanz der gezeigten Werbung für den Rezipienten erhöht, was, so erhoffen sich zumindest die Initiatoren, positive Effekte auf die Werbewirkung hat. Dies könnte ein Schritt in die Richtung sein, neue innovative Werbeformen im World Wide Web einzusetzen, wie dies vor einigen Wochen in dem Artikel Augen auf Onlinewerbung Teil I angesprochen wurde. Die Möglichkeiten: Unter dem Namen TrueView liefert youtube.com dem Nutzer eine Auswahl aus drei verschiedenen Werbespots. Der User kann nun entscheiden welchen dieser Spots er sehen möchte oder aber er entscheidet sich gegen alle Vorschläge und lässt doch lieber Youtube entscheiden.
Über den Einfluss von TV-Spots auf die Bildung von Markenpräferenzen
Andreas BöttcherWelche Automarke präferieren Sie? Oder anders gefragt: Welche Automarke kommt für Sie beim Kauf überhaupt nicht in Frage? Und welche Rolle spielt TV-Werbung beim Autokauf für Sie?
In einer Studie haben wir die Wirkung von 21 TV-Spots für Mittelklasse-Pkw untersucht und sind dabei u.a. der Frage nachgegangen, welche Veränderungen der Markenpräferenz ein TV-Spot herbeiführen kann.
Dazu haben wir zunächst die aktuellen Markenpräferenzen der Teilnehmer abgefragt. Wir wollten wissen: „Inwiefern kommen die folgenden Marken für Sie beim Kauf Ihres nächsten Autos in Frage?“ Im Ergebnis erhielten wir eine Rangfolge der begehrtesten Automarken.
Wer wirbt für wen? – Sportler in der Werbung
Davina BringewatOb Banken-Werbung mit Dirk Nowitzki, Chips-Werbung mit Bastian Schweinsteiger oder Bier-Werbung mit den Klitschko Brüdern – jeder kennt sicherlich den ein oder anderen Werbespot, in dem ein Sportler seine Nase für ein Markenprodukt in die Kamera hält.
Seit gestern läuft im Fernsehen beispielsweise ein neuer Werbespot für MyDays. Darin sind die Speedkletterer Alexander und Thomas Huber (einst für Milchschnitte unterwegs) auf Geschenke-Mission und immer auf der Suche nach einem passenden und möglichst ausgefallenem Geschenk.
Schwul ist cool…
Ilka Ringleb…so heißt es in einem unlängst erschienenen Artikel auf Spiegel-Online.

Anzeige von General Motors
Darin geht es konkret um eine aktuelle Anzeige von General Motors, in welcher sich ein Chevrolet bei Mom und Dad als Elektroauto outet. Eine, wie ich (als Heterosexuelle) finde, sehr gelungene und humorvolle Anzeige. Da ist es doch eigentlich fast schon schade, dass die Werbung bisher nur in vereinzelten Magazinen geschaltet wird. Sicher: Die kaufkräftige Zielgruppe Homosexueller soll gezielt angesprochen werden ohne dabei befürchten zu müssen, besonders konservativ denkende Heterosexuelle zu verschrecken. Aber ist dieses Risiko tatsächlich so hoch?
Verführerische Werbung – von der Werbelüge zur Fettleibigkeit?
Tobias PriemuthIch esse gern Süßigkeiten, Burger oder Cola. Dennoch ernähre ich mich bewusst und treibe gern und regelmäßig Sport. Dazu haben mich meine Eltern erzogen. Dennoch scheint die Werbung starken Einfluss auf die Ernährung zu haben. Fastfoodketten, Süßigkeiten- und Softdrinkhersteller werben fleißig und verführen die Konsumenten, vor allem Kinder. Fettleibigkeit wird ein immer größeres Problem, woran natürlich nicht nur die Werbung Schuld ist. Aber hier möchte in den USA die Politik und auch der Medienkonzern Disney ansetzen.
Jeder zweite New Yorker ist zu fett und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg plant deshalb das Verbot von überdimensionalen Softdrinkbechern. Schon bald könnte ein Gesetz dafür sorgen, dass stark zuckerhaltige Getränke in der Gastronomie nur noch in Bechern verkauft werden dürfen, die weniger als einen halben Liter fassen. Bei großem Durst müssten die New Yorker folglich zweimal gehen - was im günstigsten Fall
Vergleichende Werbung: O2 schlägt zurück
Madlen SchäferSeit 12 Jahren darf in der EU vergleichend geworben werden, also die Vorteile der eigenen Produkte denen der Konkurrenz gegenübergestellt werden. Hierzulande gehen Firmen diesen Werbeweg noch recht vorsichtig, wohl aus Angst vor zurückschlagenden Kampagnen oder dem zurückschlagenden Anwalt. Schade eigentlich, denn gerade diese Art der Werbung ist doch für Verbraucher witzig und unterhaltsam – erst recht, wenn die zum Vergleich herangezogene Marke darauf reagiert.
Umso erfreuter sind wir über diesen Fund heute Morgen: „Was ist blau und günstiger als Telekom?“ fragt O2
Testimonials und die Tyrannei der Masse
Andreas BöttcherNeulich im SPON-Forum gelesen:
Ganz offenbar ist Persönlichkeits-Werbung in Zeiten von Shitstorm und Tyrannei der Masse keine gute Idee.
Der SPON-Forist tao68 kommentierte damit einen Artikel über den Kundenfrust bei 1&1, der trotz (oder gerade wegen?) der Image-Kampagne mit "Mr. Kundenzufriedenheit" Marcell D'Avis scheinbar immer noch vorherrscht. Die Kampagne lief seit Ende 2009 und wurde immer mal wieder variiert.
Zwar hat sich die Service-Qualität von 1&1 gemäß der DSL-Kundenumfrage der Computerbild mittlerweile um mehr als eine Schulnote verbessert, das Image konnte davon jedoch nicht profitieren. Das Produkt ist also besser geworden, aber die Werbung kann
Point of Sale – Die Bedeutung eines guten Packages für ein erfolgreiches Produkt
Joachim Agüeras NetzWenn wir über Marketing und Werbewirkung sprechen, dann meinen wir häufig TV, Print, Outdoor oder Dialogmarketing, gelegentlich auch Online, Radio oder Promotion. Dabei übersehen wir manchmal, dass ein ganz wichtiger Baustein für die erfolgreiche Vermarktung eines Produktes natürlich dort liegt, wo es verkauft wird: Am Point of Sale!
Die Gestaltung von TV-Spots oder auch Print und Outdoor-Kampagnen lässt viel Spielraum für Kreativität. Nicht selten steckt hinter der Hierarchie im Mediamix aber auch die Frage, wo das meiste Geld verdient wird oder wo ich mich am besten
Sexismus oder Sex sells – Stress mit dem Werberat im Sinne der Aufmerksamkeit
Davina BringewatWerbung muss wirken, darin sind sich sicher alle Werbetreibenden einig. Aber um zu wirken, muss die Werbung wahrgenommen werden. Und um wahrgenommen zu werden, muss sie zwischen den zahlreichen Werbebotschaften, die uns täglich begegnen, auffallen.
Um nun aufzufallen, greifen Werbende zu den unterschiedlichsten Mitteln. Da werden zum Beispiel bekannte
Kontextbasierte Online-Werbeplatzierung – Aufmerksamkeitsmagnet oder Imagerisiko?
Susanne KrämerWer am Wochenende die Website eines der führenden Mail Provider aufgerufen hat, wird auf der Startseite das Bild des havarierten Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» gesehen haben und möglicherweise auch die daneben platzierte Werbung von AIDA.
Nur ein Beispiel von vielen aus der Reihe „fehlplatzierte Werbung“. Wir alle kennen sie und haben schon oft darüber geschmunzelt. Ob Werbung für Fernreisen neben einem Artikel über einen Flugzeugabsturz (tuifly) oder für den Ausbau eines neuen Unternehmens neben der Nachricht über einen abgebrannten Imbiss (Blackberry).
Doch wie wirkt diese kontextbezogene Werbung eigentlich?
Die zum Teil unpassende Nachbarschaft fällt auf und
Wie Testimonials wirken oder: Herr Kaiser und Der Kaiser…
Joachim Agüeras NetzEgal ob der Kaiser Franz oder Herr Kaiser von der Hamburg Mannheimer - die Auswahl eines passenden, starken Testimonials oder Models für die Werbekampagne ist ein bedeutsamer Schritt, schließlich schafft man hiermit im besten Fall einen echten Markenbotschafter (und im schlechtesten Fall einen echten Kundenschreck).
Doch was macht ein gutes Testimonial aus? Muss es bekannt sein, ein A-Promi wie Beckenbauer oder Bohlen? Und wie wirken Darsteller, die selbst gar keine Promis sind, aber durch












