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24Jul/12Off

Der neue IKEA-Katalog: Print lebt – und wie!

Davina Bringewat

Ja, ich bin IKEA-Kunde und mit mir deutschlandweit noch etwa 50 Millionen andere Menschen. In meiner Wohnung findet sich sicher in jedem Zimmer etwas aus dem schwedischen Möbelhaus. Im Schlafzimmer: das ist leicht, ein Pax-Schrank. Im Wohnzimmer: na klar, ein Billy Regal. Im Badezimmer: einen Hängeschrank. Und in der Küche: zwei Stühle und Schneidebretter und Kaffeetassen und eine Pfanne und Geschirrtücher und Kerzen und eine Vase und… ich könnte mal wieder neue Servietten gebrauchen - und natürlich Teelichter.

Ja, das IKEA-Phänomen kennt jeder: Wir kaufen Dinge, die wir eigentlich gar nicht kaufen wollten. Wir kennen das Phänomen und trotzdem können (oder wollen) wir uns dagegen nicht wehren. Und warum fahren wir zu IKEA – außer natürlich wenn wir Teelichter brauchen? Nicht selten, weil wir im neuen IKEA-Katalog so viele tolle neue Einrichtungs- und Deko-Ideen gesehen haben.

Das ist ein weiteres IKEA-Phänomen: Der Katalog. Millionen Haushalte warten weltweit jedes Jahr auf den neuen IKEA-Katalog, dabei gibt es doch auch eine Webseite. Irgendwie hat es IKEA geschafft aus dem Katalog „etwas Besonderes“ zu machen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass, als ich klein war, der IKEA-Katalog immer wochenlang auf unserem Couchtisch lag und ich mit meiner Mutter einen neuen Teppich ausgesucht habe. Es macht Spaß durch den Katalog zu blättern und die neuen Produkte zu entdecken oder alte Produkte in neuen Einrichtungsideen wiederzufinden. Und damit dies zukünftig noch mehr Spaß macht – und damit IKEA niemand vorwerfen kann ein Printkatalog sei nicht mehr zeitgemäß - kommt IKEA jetzt mit etwas Neuem um die Ecke: Nicht von Print weg, aber hin zu Crossmedia. Im neuen Katalog 2013 gibt es viel Neues zu entdecken: Augmented Reality heißt hier das Stichwort.

Denn wer über ein Tablet PC oder Smartphone verfügt, kann auf bestimmten Seiten des Katalogs zusätzliche Inhalte (Bilder, Videos, Deko-Ideen etc.) online abrufen oder Dinge entdecken, die in - im Katalog geschlossenen - Schränken stecken. Dabei wird das Katalog-Blättern zur Entdeckungsreise. Und über den Tablet oder das Smartphone lassen sich die Dinge dann natürlich auch viel leichter direkt bestellen: Crossmedia vom Feinsten.

IKEA will damit aber nicht nur den Online-Absatz stärken, sondern auch die Nutzungsdauer des Katalogs erhöhen. Die interaktiven Inhalte werden über das Jahr hinweg aktualisiert. So steckt quasi immer wieder etwas Neues im eigentlich statischen Print-Katalog und neue Produkte, Angebote oder Einrichtungsideen finden ihren Weg in das Wohnzimmer der Kunden.

Da soll noch mal jemand sagen Print sei tot. Ich jedenfalls freu mich jetzt noch ein wenig mehr auf den neuen IKEA-Katalog!

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